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Motivation und Arbeitsbereitschaft beim Vizsla im Hundesport
Da mich sehr viele Vizslabesitzer um Rat fragen, wie die Motivation gesteigert werden kann, versuche ich es in gekürzter Form hier nieder zu schreiben.
Der Vizsla ist heute kein seltener Familienhund mehr, jedoch sieht man recht wenige im Hundesport. Die Knaller bleiben dabei und die Luschen springen auf Grund mangelnder Motivation ab. Warum das so ist kann ich mir nur so erklären, weil das Arbeiten mit einem Vizsla
im Hundesport oft nicht einfach ist. Er wird in der Ausbildung oft über die falsche Schiene gearbeitet. In Punkto Motivation muß der Hundeführer viel dazu beitragen. Wie sieht es in der Wirklichkeit aus? Der Vizslawelpe, mit einem Känguru zu vergleichen, springt alles und jeden an, ist hyperaktiv und rennfreudig, ein Wusel ersten Grades. Rasch will man dem Vierbeiner das kleine Ein mal Eins beibringen und nimmt dem Hund dabei sehr viel von seiner Arbeitsfreude als Team-Worker. Da der Vizsla schnell lernt führt er brav seinen Gehorsam aus und verliert an Spannung und Arbeitsfreude, er lässt sich schwer motivieren.
Mein Motto:
Gib Deinem Hund die Zeit, die er braucht, denn die Zeit ist der Weg. Fehler ignorieren und richtiges Verhalten überschwinglich mit Spielzeug/Futter belohnen. In kleinen Schritten Arbeiten.
Das heißt, solange der Hund noch nicht
wie ein Irrer spielt, aufhören solange er noch spielt
(und wenn es nur 10 Minuten sind). Beim Arbeiten mit Futter heißt das, ist das Futter aufgebraucht, wird auch keine weitere Übung praktiziert, sondern mit dem letzten Futter wird das Training beendet.
Sanfter Hund, sanfte Ausbildung.
So muß zum Beispiel in der Agility-Ausbildung einige Wochen länger
die Wippe gehalten werden oder es muß länger
mit Spielzeugvorlegen gearbeitet werden, dass der Hundeführer auch die Möglichkeit bekommt, seinen Hund von hinten geführt aufzubauen. Im Training muß öfter und länger Hilfestellungen geleistet werden. WENIGER ist MEHR.
Grundsätzlich kurze Übungen arbeiten, daß der Vizsla immer im Treib gearbeitet wird. Man kann erst mehr mit ihm arbeiten, wenn er 2 Jahre im Sport arbeitet und das wird er dann auch zeigen.
Gib Deinem Hund die Zeit, die er braucht, denn die Zeit ist der Weg.
Motivation Futterbeutel
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Der Ausbildungsweg bei einem Vizsla sollte gut durchdacht sein. Er muß so gearbeitet werden, dass die Augen vor Gier funkeln und er von der ersten Stunde an nicht gedrosselt wird. Das Alter ist ebenfalls sehr entscheidend, ich möchte mal behaupten, dass ein Vizsla erst im Alter von vier Jahren richtig gut wird und bis ins hohe Alter gearbeitet werden will.
Immer über Spielzeug oder Futter arbeiten. Dies ist der wichtigste Teil meines Berichtes, der Vizsla liebt abwechslungsreiches Spielzeug und zieht weiche Bälle, Beißwürste, Fell oder Dummys vor.
Dies muß vor
der Hundesportausbildung konditioniert werden. Wenn sich der Vizsla nicht für das Spielzeug interessiert, wird er sich auch nicht für den Hundesport interessieren.
Unsere Vierbeiner sind Egoisten, sie laufen selten für sich, wollen also ständig wissen, für was sie arbeiten. Läßt sich der Hund nur kurz für das Spiel begeistern kann man auch nur kurz mit ihm arbeiten. Dort sehe ich das Größte Problem, oft lässt sich der Hund nicht mehr motivieren, soll aber bis zum Ende der Trainingsstunde mitarbeiten. Die Trainingsstunde sollte aufhören, solange der Hund noch für ein Spielchen zu haben ist. Es ist Training, den Hund auf das Spielzeug, auch in Form von einem Futterdummy oder Futtertube, zu konditionieren.
Es muß erst eine Verknüpfung zum Spielzeug/Futter hergestellt werden. Dabei ist es entscheidend, dass ich
nicht
mit einem Aus-Kommando dem Hund, welcher nicht gerne
, bzw. lange
spielt, das Geliebte aus dem Maul befehle.
Er wird es nicht mehr unbedingt haben wollen, weil er ja brav sein will und jedem Konflikt aus dem Weg gehen möchte. Also erst den Hund richtig frech machen
und ihm das Spielzeug/Futter abschwatzen. Beim Arbeiten mit Futter
nicht
sparsam sein und keine langen Führübungen mit Futter in der Hand arbeiten. Er wird sich sagen, lauf alleine und behalte dein Futter, ich bekomme es ja sowieso noch
nicht
.
Der Vizsla unternimmt alles, um seinem Führer zu gefallen. So ist doch nichts leichter, als das gewünschte Verhalten zu wiederholen und zu bestätigen. Beim Arbeiten mit Fehleransage vergreift man sich leicht im Ton, was die Motivation natürlich nicht steigert.
Das Futter ist entscheidend
, es muß etwas leckeres sein, Herz, Leber, Wurst oder Käse. Hat man kein Motivations-Futter zu Hause und auch keine Möglichkeit einzukaufen, sollte man nicht trainieren!
Beim Arbeiten mit Futter ist weiter zu bedenken, dass der Hund im Sommer nicht viel frisst, daher auch wieder kein üppiges Training. Das Futter macht satt, auch hier kann es sein, wenn zu lange gearbeitet wird verliert der Hund an Motivation weil er satt ist.
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